Sonderausstellung Die "Macchiaioli" Ausstellungen
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- Sa 31.07.2010 - Sa 18.09.2010 (Mo,Di,Mi,Do,Fr,Sa,So)
09:30-12:00 u. 15:30-18:00 Uhr
Sonntag und Montag geschlossen!
- Sa 31.07.2010 - Sa 18.09.2010 (Mo,Di,Mi,Do,Fr,Sa,So)

Die ausgestellten Arbeiten stammen aus der bekannten Kunstsammlung von Dr. Carlo Pepi, die rund 20.000 Kunstwerke umfasst. Diese Sammlung, deren Bogen sich von den Macchiaioli bis zur Avantgarde des 20. Jh.s und von Modigliani bis zu Kunstschaffenden der Gegenwart erstreckt, zeichnet sich durch die besondere Sorgfalt und das feinsinnige Gespür in ihrer Zusammenstellung aus. Einen bedeutenden Teil der Sammlung bilden die Studien, Skizzen, Zeichnungen, Graphiken und Gemälde der Macchiaioli, denen bereits mehrfach Würdigungen und bedeutende Ausstellungen zuteil wurden. Darunter fällt auch die Ausstellung in Klausen.
Das große Augenmerk für die Künstler der Toskana und für jene, die in dieser Region einen künstlerischen und kulturellen Bezugspunkt gefunden haben, wie auch für dessen Geschichte und landschaftlichen Reize waren ausschlaggebend für den hohen Anteil an Künstlern der Toskana in dieser Sammlung.
Ein bedeutender Teil der Sammlung Carlo Pepi befindet sich in der Villa des Sammlers in Crespina, die einer „lebenden Werkstätte“ gleichkommt. Der Sammler legt Wert darauf, dass man sein Haus nicht als Privatmuseum bezeichnet, „denn das hat den Anschein von etwas Statischem, während Kunst ein ständiges Erschaffen ist“.
Crespina in der Provinz von Pisa war nicht nur Aufenthaltsort von wohlhabenden Familien von Pisa und Livorno, sondern auch jener Künstler, wie Fattori und Lega, deren Werke er gesammelt hat. Der Freiberufler war bereits als Sechsjähriger von Van Gogh fasziniert und hat sich zeitlebens der Kunst gewidmet, vor allem der Avantgarde. Früh und mit Leidenschaft und Intuition hat Carlo Pepi mit dem Sammeln von Kunstwerken begonnen, die von der zweiten Hälfte des 19. Jh.s bis zur Gegenwart reichen.
Besonderes Augenmerk richtete der Sammler auf die Graphik und in erster Linie auf die Zeichnung, die das ursprüngliche Moment vom Entstehungsprozess des Werks enthüllt. Es ist der fast intime Blick auf dessen Entstehungsprozess, wo die Eindrücke des Realen die Idee gebären und Form annehmen lassen. Die „Taccuini“ (Skizzenbücher) von Fattori bilden also nicht nur eine anschauliche Dokumentation und ein Kulturgut – in ihren offenbart sich der innerste Gedanke des Künstlers, denn sie bewahren den intimen Ort der Geburt des Werkes.
Die Begeisterung und das lang anhaltende Interesse des Sammlers beruht auf der neuen künstlerischen Sichtweise, welche die Macchiaioli, auch als die „Impressionisten Italiens“ benannt , einführten – ein fast revolutionärer Ansatz für das geistig und kulturell brodelnde Italien des Risorgimento, das einer traditionellen, akademischen Linie verhaftet war. Dabei gelang es ihnen, ihre künstlerischen Ansprüche mit ihrer Offenheit und ihrem Engagement für die politischen und sozialen Entwicklungen zu kombinieren.
Ihre Kunst bestand darin, „ihre Eindrücke des Realen mittels Farbtupfer in hell-dunkel Abstufungen wiederzugeben“, wie es der bekannte Kunstkritiker Adriano Cecioni formuliert hat Damit entstand eine der bedeutendsten Kunstbewegungen des italienischen Ottocento – sei es, was die Gemeinsamkeiten betrifft, die die aus den unterschiedlichsten Regionen und Kunstrichtungen stammenden Mitglieder miteinander verband, sei es, was die überragende künstlerische Qualität ihres Kunstschaffens im Allgemeinen betrifft.
Info
4,00 € Eintritt Ausstellung & Museum



